EVERYTHING FALLS INTO PLACE
Irgendwie hatte ich heute ein seltsames Gefühl. Ich kann es nicht richtig erklären, aber es macht mir ein bisschen Angst. “Everything falls into place” ist ein Satz an den ich mich in den letzten Jahren geklammert habe. Ich habe so viel Zeit und Energie und Herzblut in dieses Projekt gesteckt, auch in Zeiten in denen ich kein Land gesehen habe. Ich habe mir immer eingeredet, dass es sich irgendwann auszahlen wird, ich irgendetwas damit erreichen kann, aber habe ich es auch wirklich geglaubt?
Ich hatte ja schon oft geschrieben, dass mich manchmal das Gefühl beschlich, Immy sei noch gar nicht bereit dafür verlegt zu werden, da ich sie noch nicht überwunden habe. Und so ein ähnliches Gefühl hatte ich heute wieder … eigentlich habe ich diese Geschichte viel mehr für mich selbst geschrieben, als für andere, weil ich eine Phase in meinem Leben auf Papier festhalten wollte, die mich fast komplett aus der Bahn geworfen hätte. Ich kam mir wirklich lange Zeit vor wie in einem Alptraum aus dem ich nicht erwachen konnte.
Und jetzt scheinen die Dinge wirklich an ihren Platz zu fallen. Ob das gut oder schlecht ist? Viele würden sagen es ist sogar fantastisch was derzeit passiert und ich finde auch, dass ich mich eigentlich glücklich schätzen kann (sollte es wirklich so laufen, wie wir uns das gerade vorstellen, vielleicht fällt mir ja auch morgen ein Klavier auf den Kopf), aber irgendwie wird mir dabei auch ein bisschen mulmig.
Immy hat so lange in der Sockenschublade gelegen und jetzt fällt ein bisschen Licht hinein, weil ich sie einen Spalt geöffnet habe.
Katharina, meine erste offizielle Buchkäuferin ;-), hat mir heute getwittert: “Unglaublich beknackt, die Verlage. Immy wäre das ideale Geschenk für all meine Kollegen. Spricht zudem einer katharinischen Studie zufolge rund 93% aller Arbeitnehmer aus dem Herzen.”
Vielleicht ist es allein deshalb gut, dass ein bisschen Licht in die Sockenschublade fällt, weil meine Geschichte gar nicht so ungewöhnlich ist, sondern vielen Menschen aus der Seele spricht. Zukunftsängste, Einsamkeit, Mobbing, Tod, Isolation … das sind ja alles alte Bekannte, nur trauen sich viele nicht darüber zu reden, weil sie Angst haben, ihr Gesicht zu verlieren.
Und vielleicht ist genau das auch das Problem, bzw. der Grund für meine Unsicherheit: Ich habe auch Angst das Gesicht zu verlieren.
Das oder ich habe einen Sonnenstich.
Wir werden sehen :-)