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Nov 19
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IMMY SCHIEBT DEPRIS IN DER NÜRNBURGER ZEITUNG

Na, da freut sich die Muddi. Ganze acht Monate nach Veröffentlichung von Immy And The City, gibt es immer noch Redakteure, die über Immy berichten.

Hier zum Beispiel in der Nürnburger Zeitung, ist Immy der Aufmacher zu einem großen Artikel über Depression. Und den sollte man unbedingt lesen, stehen nämlich gute und schlaue Sachen drin, die einem vor dem Ertrinken retten können.

Wer es schafft, mit seiner Depression kreativ oder gar künstlerisch umzugehen, der hat sie auch schon so gut wie überwunden. Das dürfen wir für Mimi Welldirty hoffen, die der Depression einen Comic Strip oder besser gesagt eine grafische Novelle gewidmet hat, schreibt Nina Zimmermann und ihr Wort in Gottes Ohren. 

Ob man eine Depressionen gänzlich überwinden oder hinter sich lassen kann, wage ich zu bezweifeln. Ein Alkoholiker, der mit dem Trinken aufhört, wird für den Rest seines Lebens ein trockener Alkoholiker sein. Ein Raucher, der den Zigaretten abschwört, wird immer gegen den inneren Schweinehund ankämpfen.

Eine Depression steht einem inneren Schweinehund in nichts nach. Gerade wer erbliche Veranlagungen zur Depression in sich trägt, ist in der Regel kräftig in den Hintern gekniffen. Aber was in der Tat hilft, ist einen Schritt zurück zu gehen und sich den Teufel aus der Distanz anzusehen. Und wer den Kontakt zu sich selbst noch nicht vollständig verloren hat, wird spätestens dann erkennen, dass eine Depression auch eine Chance sein kann, Dinge zu verändern. 

Und wer eine Depression mit depressiven Verstimmungen verwechselt, sollte sich vielleicht folgende Aussage von Melvin Udall zu Gemüte führen (wirkt sofort, ohne Nebenwirkungen).

Manche Menschen haben tolle Geschichten, hübsche Geschichten. Sie handeln von Seen und Booten und Freunden und Nudelsalat. Nur keiner der Anwesenden. Aber sonst viele Leute. Ihre Lebensgeschichte ist: eine gute Zeit und Nudelsalat. Was das Ganze so schlimmt macht, ist nicht, dass man es selbst so schwer hat, sondern, dass man sauer ist, dass es so viele Andere gut hatten.”

Ich hatte vielleicht nicht immer eine gute Zeit, aber immerhin weiß ich mittlerweile wie man einen ziemlich guten Nudelsalat hinkriegt. Und obwohl ich mich sehr über Immys Erwähnung in der Nürnburger Zeitung freue, würde ich mich noch mehr darüber freuen, wenn der nächste Rezensent vielleicht auch einmal darauf hinweist, dass Immy über einen ganz fabelhaften Humor verfügt, der hier und da in der Geschichte aufblitzt, aber bei vielen Kritikern irgendwie (fast immer) komplett unter geht. 

Das geht nämlich auch, am Boden zerstört sein und auf dem kalten Asphalt trotzdem etwas entdecken, das sich ganz hervorragend in einem Witz verwursten lässt. Und sei es die eigene, schmerzverzerrte und von Sorgen gezeichnete Visage. 


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