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Oct 14
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THANK YOU FOR THE MUSIC oder IMMYS HERBST

Ich habe in letzter Zeit wenig gepostet. Einige von Euch denken bestimmt na toll, hat jetzt einen Verlag gefunden und jetzt lässt sie uns hängen und schreibt nix mehr. Aber so isses nicht. Ich glaube, ich war nur einfach kaputt in letzter Zeit, also müde, vielleicht sogar ein bisschen immyausgebrannt. Am Treatment habe ich übrigens auch lange nicht gearbeitet. Nicht in der richtigen Stimmung gewesen, keine Inspiration gehabt, keine Bilder, keine Ideen. Im Ausreden finden bin ich ja Weltmeisterin …

Aber heute schickte mir Gregor diesen Link zu seinem Youtubevideo, in dem er Bachs Sonata for Flute and Piano in E-Flat Major spielt und plötzlich fiel mir auf, dass die Blätter draußen wieder zu Boden gehen. Herbstzeit ist Immyzeit. Vor lauter Aufregung und Freude über meinen Verlagsdeal und auch vor lauter Angst davor was noch kommen mag worauf ich nicht vorbereitet sein werde (schlimme Vorstellung für einen neurotischen Kontrollfreak wie ich), hatte ich Immy selbst ganz vergessen. Obwohl, vergessen ist vielleicht das falsche Wort, ihr nicht zugehört trifft es wohl eher.

Vielleicht habe ich auch gedacht, dass ich Immy den Rücken kehren muss, weil ich mein Ziel ja jetzt erreicht habe und glücklich bin. Aber bedeutet glücklich sein, keine Sehnsüchte mehr zu haben? Kann man eigentlich glücklich sein? Oder bedeutet glücklich sein in meinem Fall unglücklich sein, wie für Hugh Laurie, der sich immer einen Stein in den Schuh legt, weil er Angst davor hat, ein bequemes, glückliches Leben zu führen? Vielleicht ist das so.

Und vielleicht braucht man manchmal einen Denkanstoß von Menschen, die heimlich Bachsonaten auf dem heimischen Klavier spielen und in der Öffentlichkeit den sprücheklopfenden Macho geben.

It’s a strange world. Und Muriel Rukeyser hatte recht. The universe is made of stories.

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